Aktuelles / Termine

Auch in diesem Jahr müssen wir unsere jährliche Wallfahrt zum Grab des Heiligen Matthias aufgrund der weiterhin bestehenden Corona Pandemie absagen. Wir hoffen voll Vertrauen, daß die Wallfahrt im nächsten Jahr uns wieder zusammenführt.

In diesem Jahr entfällt der Jahresbeitrag zur Matthiasbruderschaft.

Ich freute mich, als man mir sagte: „Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“
                                                                                                                                  Psalm 122,1
Liebe Matthiasbrüder und Matthiasschwestern!

Dieser Psalmvers beinhaltet zwar nicht die Losung der diesjährigen Wallfahrt, doch er kam mir heute Morgen in den Sinn, als ich bei brennender  Matthiaskerze die Laudes vom Festtag des hl. Matthias betete, noch corona-bedingt allein in meinem Zimmer. Und dann habe ich einen jeden / eine jede von euch mit ins Gebet genommen und schicke ich euch allen einen herzlichen Gruß. (Danke! Ellen, dass Du ihn weitereleitest.)
Die Freude, zum „Haus des Herrn“ zu pilgern, müssen wir ja noch um ein Jahr hinaus wachhalten – und sie wird dann umso intensiver sein, wenn das Pilgern wieder möglich ist.

In unserem Haus hat sich während der vergangenen zwei Jahre sehr viel verändert und Corona hat noch einiges dazu getan. Unser Haus war ursprünglich als Schwesternaltenheim gebaut; inzwischen leben schon 22 „weltliche“ Damen hier, weil wir es nicht mehr mit Schwestern belegen können. 
Im November hat Corona Einzug gehalten und uns in starke Quarantäne geschickt; Bewohnerinnen und Pflegerinnen hatte es z.T. schwer getroffen; zwei Mitschwestern und eine Bewohnerin sind an den Folgen verstorben. Immer noch heißt es: Vorsicht; immer noch haben wir keine gemeinsamen Gebets- und Mahlzweiten. 
Seit dem 1. Januar ist es auch nicht mehr „unser Haus“, sondern die Trägerschaft ist an die Katharina Kasper Gruppe übergeben worden.

Es tut gut, dass jetzt der Frühling mit aller Wucht zu kommen scheint  - in den Anlagen trauen sich Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen und Krokusse hervor – die Tage werden länger und heller und die Bewohnerinnen können wieder ihre Rollator-Runden ums Haus drehen.

Da kommt mir das „Schaut hin!“ der diesjährigen Jahreslosung ganz gelegen; schauen wir hin auf das, was um uns herum an Schönem und Gutem geschieht; schauen wir hin auf das, was in uns und mit uns geschieht; schauen wir hin, wo und wie Gott uns begegnen will, denn beim hl. Ignatius von Loyola heißt es:  „Gott umarmt uns durch die Wirklichkeit“.  
Zugegeben: manchmal wünschen wir uns vielleicht diese Art von Umarmung nicht so heftig!

Vertrauend auf die Fürbitte des hl. Matthias wünsche ich einem jeden/ einer jeden von euch eine gute, gesegnete Zeit; auch schon mit Blick auf Ostern. Ein Kriterium für die Wahl des Matthias ins Apostelkollegium war ja lt. Apostelgeschichte, dass er Zeuge der Auferstehung Jesu war.

Viele Grüße aus Mülhausen

Eure Sr.M.Petra